Wie gestern Abend schon berichtet ist uns das Trinkwasser ausgegangen. Der kleine Fluß auf freiem Feld ließ gestern Abend keine Pumpung zu. Bei gefühlten 30 Grad erwachten wir nach einer arktisch kalten Nacht plötzlich in einer Savanensteppe. Kein Wasser, eine trockne Kehle und keine Trinkwassergelegenheit in unmittelbarer Nähe. Wir waren gezwungen früh aufzubrechen und einen Umweg zu nehmen.


Auch wenn es nicht danach aussieht, aber dies war dann der direkte Weg Richtung Hannover. Über große Äste und hohes Gras der Wasserstelle entgegen. Doch leider entpuppte sich der angepeilte große See als das Privatgrundstück einer Tagungsgesellschaft. Also weitere 2,5km laufen. Der örtliche Teich von Walle, normalerweise eher ein Tümpel, diente uns dann zum anpumpen von Trinkwasser. Ein Frosch schaute auch kurz vorbei und setzte sich auf unseren Pumpschlauch. Das Wasser war nach ausgiebiger Filterung aber wunderbar.

Dann hieß es die verlorene Zeit wieder aufholen. Der Himmel zog sich immer wieder ein Stückchen zu, sodass das Wandern leichter viel. Nach einiger Zeit erreichten wir dann Winsen an der Aller. Ich persönlich mag es nicht durch größere Städte zu laufen, da man immer von allen Seiten beguckt wird. Frei laufen ist dann nicht. Man steht quasi unter ständiger Beobachtung. Da ist man dann froh, wenn man die Stadt wieder verlässt und Wald abtauchen kann.

Kurz vor unserer Nachtlagerstelle hielt uns dann ein Auto an und wir wurden ganz begeistert gefragt, wo wir denn her kämen und was noch vor uns lag. Ein Ehepaar mit Hund im Wagen schaute uns aus ihrem Jeep ganz interessiert an und wollten uns sogar zu sich zum Essen einladen. Da wir aber noch unser Tagespensum schaffen wollten, mussten wir leider ablehnen.


Dafür gab es dann aber an unserem Nachtplatz echte Zelt-Bratkartoffeln mit Speck. Wieder ein Tütenessen, dieses Mal aber aufwändiger in der Zubereitung. Es musste extra Fett vorher angebraten werden und die Kartoffeln in der Tüte vorgaren.


Während des Essens gab es dann eben noch ein wunderschönen Ausblick aus unserem Zelt, wobei uns auffiel wie spürbar schnell die Temperaturen auf nur noch 10 Grad gefallen sind. Schnell in den Schlafsack jetzt, den Rücken entlastet und die richtige Schlafposition auf 0,5qm finden. So müssen sich Astronauten fühlen. Es muss jeder Handgriff sitzen. Und schon ist es dunkel draußen und es knackt und knirscht um unser Zelt herum.

Liebe Grüße von unterwegs,
Euer Chris

Position:Am Oberfeld,Wietze,Deutschland

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